TLT-1 Erfahrungsbericht
Nen Morgen!
Also ich hab mir, wie gesagt den TLT-1 gekauft und in einer Nachtsession zusammengebaut, wobei ich einen Orion-Motor und alle Kugellager eingebaut habe. Der Zusammenbau ging recht schnell und einfach von der Hand, wobei ich nur ein paar Probleme mit dem Zusammenbau des Mitteldifferenzials (Bauschritt 1) hatte. Mit ein wenig Geduld und Überredungskunst funktionierte das jedoch auch.
Ich baute eine Vierradlenkung ein, wobei mir die Konstruktion der hinteren Anlenkung nicht gefiel. Aufgrund der Tatsache, dass der Servosaver nach oben zeigt und daher das Lenkgestänge recht weit oben ist, wird erstens die Lenkungbewegung ungenau und zweitens wird der Federweg auf ca 1,5 cm begrenzt, da das Chassis am Lenkgestänge anstößt. Wenn man allerdings den Servosaver einfach umdreht, lenkt die hintere Achse in die falsche Richtung. Die Lösung fand ich in einem Reverser mit zwei Ausgängen, wobei man bei dem einen die Servorichtung umpolen kann, sowie den Lenkausschlag von 0% bis 125% einstellen kann. Also kann man so recht einfach die hintere Achse "starr" schalten, was vielleicht bei schnellerer Fahrt zum Vorteil wird.
Die Karosserie wurde wie vorgesehen in blau-gelb gesprüht und mit den beiliegenden Decals beklebt.
Fahrbericht: Die ersten flotteren Fahrversuche passierten in einer leeren Tiefgarage im Techgate Center Vienna. Dabei merkte ich, dass das Ding mit den Kugellagern und dem Orion-Motor scheißschnell wird. Mit der Doppellenkung sollte man wirklich vorsichtig umgehen. Das Fahrzeug kippt leicht --> Tuningmaßnahmen vonnöten. Aus Ermangelung eines Sekundenklebers (es war Sonntag) hab ich es verabsäumt die Felgen mit den Reifen zu verkleben, was sich als Fehler herausstellte, denn das Auto brachte die Power nicht, oder mit Verzögerung auf die Straße.
Die zweite Ausfahrt passierte im Garten meiner Schwiegereltern im leichten Gelände. Da stellte ich fest, dass der Servosaver des vorderen Servos am Servo rutschte. Ein Festziehen der Schraube brachte nur unwesentliche Verbesserung, da ein zu festes Anziehen, das Servo behinderte oder gar zum Nicht-Funktionieren brachte. Daheim wurde der Servosaver festgeklebt, somit war Ruhe eingekehrt.
Gestern dann die Erprobung in schwerem Gelände, wobei ich meine Modelle sicher nicht schone. Dazu muss ich nochmals betonen, dass das Modell in meiner Konfiguration eine Wahnsinnspower hat. Ich kenne das nur von Fotos oder von Videos, dass sich die Reifen aufgrund der hohen Fliehkraft aufblähen. Mein TLT-1 macht das jetzt auch und das obwohl zu dem Zeitpunkt die Reifen noch nicht mal mit den Felgen verklebt waren!
Also Wiese auf der die Halme höher stehen, als das Modell hoch ist, ist zum Durchfahren kein Problem. Die recht geringe Bodenfreiheit ist ein Problem. Über Schotter fliegt das Modell, wie es mein ehemaliger .21er T-Maxx nicht hätte schöner machen können. Die Sprungeigenschaften habe ich noch nicht wirklich testen können. Nur bei 30cm hohen und 50cm weiten Hüpfern konnte ich eine sehr schöne, stabile "Flug"lage erkennen.
Ein 20cm Stein setzte dem Ausflug jedoch ein Ende, da sich bei einer Kollision eine metallene (!!) Achsaufhängung, sowie ein Gestänge verbogen, und sich eine Mutter verabschiedete und ich logischerweise keine Ersatzteile mit hatte.
Daher kann ich auch noch nichts über die Fahrzeit sagen.
Fazit: Wirklich ein geiles Teil, wobei ich gern mal die Performance stock sehen würde!
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Tamiya - TLT-1: Orion Motor, Carbon Chassis, WW2 Reifen
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