Da mein Carson G-Tech 180, der auf das neuen CV-10 Chassis basiert, ist gestern angekommen ist, hier mal der erste Eindruck.
Das Chassis:
Geliefert wurde das CV-10 Chassis in einen schick bedruckten Karton mit Sichtfenster, das den Blick auf die Karosserie frei gibt. Der Inhalt war allerdings neben dem Auto selber recht bescheiden. Neben einer kleinen Tüte mit den Gestänge, Servokreuze, einsteller für die Stoßdämpfer und ein kleinen zusatz Dekorbogen ist nichts weiter im Karton gewesen. Es ist also weder eine Anleitung noch eine Ersatzteileliste beiliegend.
Also erstmal die Karosserie abgenommen und siehe da, man erblickt (wie ich festgestellt habe) ein zimmlich schlampig zusammengebautes 4WD Chassis, wo man wirklich jede Teil kontrollieren muß. Es wurde also überhaupt nichts sauber montiert und eingestellt an dem Chassis.
Es ist also der schlampigste Zusammenbau den ich jemals bei einem ARR Modell gesehen habe, da sollte sich der jenige der das verzapft hat richtig für schämen.
Als zweites viel mir auf das das Plastik recht hart ist und optisch zimmlich zerbrechlich wirkt. Zudem sind die Querlenker recht dünn gehalten.
Kugellager, obwohl es auf den Karton stehen sucht man bei dem Modell vergebens, es sind überall nur Gleitlager verbaut. Kugellager sind aber als Tuning in Form eines 16-Teiliges Kugellagerset erhältlich.
Positiv ist allerdings der komplette Motor (mit Glühkerze) und der neue Tank mit überlaufschutz aufgefallen, der nun endlich eine Punpe am Board hat die recht gut funktioniert. Zudem ist ein 2-Kammer Resor aus Plastik verbaut worden, das nicht schlecht aussieht.
Das Chassis besitzt zudem 2 Diff´s, Kardanantieb (beides vergleichbar mit den alten Chassis) und neu ein Pivot Ball System an beiden Achsen.
Die Empfänger- Akku- Box ist leider etwas zu klein ausgefallen, mein Tamiya Empfänger zusammen mit einem Standart 4er Akkuhalten past leider nicht gemeinsam rein, hier muß also noch ein Micro Empfänger her.
Die Öldruckstoßdämpfer, die aus Plastik sind, sind allerdings voll vergleichbar mit den aktuellen von Tamiya und verrichten gute dienste.
Nach den ich nun alles zerlegt und neu aufgebaut habe, sieht das Chassis nun sehr gut aus. Als Servos habe ich zwei Modelcraft RS-2 genommen, die es zur Zeit bei Conrad für rund 3€ / Stück gibt. Diese haben mehr als genug Kraft für ein 1:10er und bringen ihn auch sofort zur Vollbremsung. Das lenken im Stand funktioniert ebenfalls mit diesen Servos 1A.
Das Problem mit dem Empfänger habe ich provisorisch auch gelöst, in dem ich das Empfängergehäuse entfernt habe und die Platine in einem Schrumpfschlauch eingepackt habe. Nun haben Empfänger und der Akkupack genügend Platz in der Box.
Im allgemeinen betrachtet (wenn man mal den schlampigen Aufbau von Carson beiseite legt) ist das Chassis für günstigen 99€ besser als erwartet und kann locker mit z.b. den P190 vom Conrad mithalten. Zudem soll es rund 75km/h laufen laut Carson, was sich aber noch zeigen muß.
Die Karosserie / Reifen:
Für die Karosserie zählt leider das selbe wie für das Chassis, diese wurde leider auch nicht sauber ausgeschnitten und auch nicht optimal angepast. Es mußte also viel zurecht geschnitten und begradigt werden. Zudem ist das Lexan zimmlich wellig. Es wirkt ein wenig so als ob die Karosserie schon mal ausgebeult worden ist vom nahen. Dafür ist aber die Lackierung 1A.
Die Niederquerschnitt-Reifen passen zwa sehr gut zur Karosserie vom Design her, aber dieses ist leider nicht ganz mein Fall. Die reifen sind dafür fix und fertig und sauber auf den Felgen verklebt.
Fahrbericht folgt also in den nächsten Tagen, wenn hier mal wieder besseres Wetter ist !